
Der Bergier-Schlussbericht (erschienen im Jahre 2002) hat trotz 11'000 Seiten und Kosten von 23 Millionen Franken kaum mehr gebracht als eine einseitig gefärbte, parteiische staatliche Geschichtsschreibung. Der Bericht wurde und wird der ausserordentlich schwierigen Situation der damals durch die feindlichen Achsenmächte eingeschlossenen und in ihrer Existenz bedrohten Schweiz nicht gerecht. Die gewaltige Leistung, dass es gelungen ist, unser Land und rund 300'000 Internierte und Flüchtlinge vor Krieg, Besetzung, Tod, Zerstörung, Elend, Hunger und Not zu bewahren, wird kaum gewichtet.
Aus diesem Grund ist die kürzliche Klage von Professor Jean F. Bergier, der Bericht habe "nur wenig Interesse" gefunden, positiv zu werten. Leider wird nun aber auch im so genannten Bergier-Bericht für die Schule ("Hinschauen und Nachfragen") das falsche Bild einer Schweiz, die angeblich mit den Nazis kooperiert habe, munter weiter kolportiert.
Umso wichtiger ist es
nach Auffassung der AUNS, dass staatliche Geschichtschreibungs-Versuche à
la Bergier-Bericht endgültig der Vergangenheit angehören.