Politik
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15 Jahre
Nein zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
EWR-Nein verhinderte folgenschweren EU-Beitritt
Medienmitteilungen vom 5. Dezember 2007
Am 6. Dezember 2007 sind es 15 Jahre her, dass Volk und Stände den
Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) abgelehnt haben. Bei
einer Stimmbeteiligung von über 78 Prozent hat sich das Schweizer Volk
für einen eigenständigen Weg in Europa entschieden. Ohne die AUNS
wäre dieser klare und kluge Volksentscheid nicht möglich gewesen.
Eine unabhängige und souveräne Schweiz bietet die Chance, innovativer,
wirtschaftlich leistungsfähiger und konkurrenzbereiter zu agieren als
eine zentralistisch organisierte EU. Voraussetzung dafür ist der Wille
des Bundesrates und des Parlamentes, dem Auftrag zur Unabhängigkeit auch
nachzuleben.
Der 6. Dezember 1992 leitete
ein gewaltiges Umdenken ein. Ohne dieses Nein hätte die Schweizer Bevölkerung
niemals die Kraft aufgebracht, den Weg nach Brüssel abzubremsen, den
die politische Elite in Bern eingeschlagen hatte. Der EWR hätte einen
Mechanismus mitgebracht, welcher die Schweiz in die EU gedrückt hätte,
denn die Mitsprache des Schweizer Volkes wäre mit dem EWR-Beitritt bereits
verloren gegangen.
Sechs Ergebnisse
15 Jahre nach dem EWR-Nein lassen sich folgende
sechs Ergebnisse festhalten:
- Das EWR-Nein verhinderte
den bereits geplanten EU-Beitritt. Die Schweiz hat somit ihre politische
und wirtschaftliche Unabhängigkeit wahren können.
- Das EWR-Nein verhinderte
einen unwürdigen Kolonialvertrag. Dieser Vertrag hätte uns
gezwungen, über 80 Prozent des damaligen EG-Rechts zu übernehmen.
Zudem wäre die Schweiz gezwungen worden, künftiges, noch unbekanntes
EU-Recht ohne Mitentscheidung zu übernehmen.
- Die Schweiz hat
ihren Wohlstand und ihre Wirtschaftskraft ausserhalb von EWR und EU behauptet
und weist
im europäischen Vergleich hervorragende Wirtschaftsdaten aus: Tiefe
Arbeitslosigkeit, tiefere Inflationsrate, günstige Zinsen, positive
Handelsbilanz, Rekorde beim Export, hohe Wettbewerbsfähigkeit.
- Die Wirtschaft
lehnt einen EU-Beitritt klar ab; das EWR-Nein hat diese Einsicht erst
ermöglicht.
- Das Nein zum EWR
ermöglichte den bilateralen Weg. Mit massgeschneiderten Verträgen
kann die Schweiz ihre Interessen ausserhalb des Zwangskorsetts EU/EWR wahrnehmen.
- Die apokalyptischen
Voraussagen über eine Schweiz ohne EWR haben sich als gigantische Fehlprognosen
erwiesen.
Bilaterale: Schwerwiegende
Fehler
Mit der
Personenfreizügigkeit und dem Beitritt zu den Abkommen von
Schengen und Dublin hat sich die Schweiz
schwere Bürden aufgeladen.
Der freie Personenverkehr mit der EU 10 und EU 15 wird die Sozialversicherungen
und den Arbeitsmarkt mittelfristig schwer belasten. Die geplanten Verträge
mit Rumänien und Bulgarien werden die Situation verschärfen. Die
Auswirkungen sind spätestens bei schlechter Konjunktur zu erwarten. Weitaus
am schlimmsten werden die Auswirkungen sein, sobald die Balkanstaaten oder
allenfalls eines Tages gar die Türkei der EU beitreten werden.
Der Schengen-Beitritt führt zum Wegfall der Personenkontrollen an den
Schweizer Landesgrenzen. Dies gefährdet die Sicherheit der Schweizer
Bevölkerung.
Denn offene Grenzen bedeuten: freie Fahrt für Kriminelle
und illegale Einwanderer.
Schlussfolgerungen
- Ein EU-Beitritt
kommt für die Schweiz nicht in Frage.
- Das EU-Beitrittsgesuch
ist zurückzuziehen.
- Im Steuerstreit
mit der EU sind von der Schweiz keine Zugeständnisse zu machen.
- Neue bilaterale
Verträge sind ausschliesslich im Interesse der Schweiz abzuschliessen.
Schwerwiegende
Fehler, wie sie mit dem freien Personenverkehr und mit Schengen begangen
worden sind, dürfen nicht wiederholt werden. Bilaterale Verträge
dienen nicht dem Hürden-Abbau für einen EU-Beitritt.
- Ein allfälliges
Referendum gegen die Weiterführung der Personenfreizügigkeit mit
der EU 10 und EU 15 ist zu prüfen.
- Ebenso ist ein
Referendum gegen die Ausdehnung des freien Personenverkehrs auf Rumänien
und Bulgarien zu prüfen.
- Statt aussenpolitischer
Betriebsamkeit müssen endlich die innenpolitischen Missstände
angegangen werden:
- Haushaltsanierung und weiterer Schuldenabbau
- Steuerquote senken
- Sozialstaat: Zugang einschränken, Missbrauch verhindern.
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