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AUNS geisselt Flucht aus der Verantwortung.

Herr Bundesamtsdirektor, tun Sie Ihre Pflicht!

Presse-Mitteilung, 10. November 2009


Es ist grotesk: Verantwortliche Politiker und hohe Funktionäre rechtfertigen ihr Versagen neuerdings bei jeder Gelegenheit damit, wir hätten nun den Preis dafür zu zahlen, „dass wir nicht in der EU sind“. Die AUNS fordert die Versager auf, endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen und ihren Auftrag zu erfüllen statt zu lamentieren. „Erfolg sicherstellen, statt Misserfolg begründen“ – so muss die Devise lauten.

Es hat System: Bei den Angriffen Steinbrücks, der US-Steuerbehörde und der G20, bei der Libyen-Affäre – und nun wieder beim Versagen des Bundesamtes für Gesundheit im Zusammenhang mit den Schweinegrippe-Impfungen: Immer mehr versuchen Politiker, Amtsdirektoren und Funktionäre ihr Versagen mit der Nicht-Mitgliedschaft der Schweiz bei der EU zu „begründen“. Statt ihren Auftrag zu erfüllen, wofür sie auch bezahlt sind, machen sie Politik.

So wehrt sich neuestens auch Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, gegenüber dem berechtigten Vorwurf, die Verteilung des Impfstoffes verlaufe chaotisch, mit der lächerlich-absurden Begründung, die Schweiz zahle hier den Preis dafür, dass sie nicht Mitglied der EU sei. Er jammert, die Aufsichtsbehörde für die Prüfung und Zulassung von Medikamenten (Swissmedic) habe „nicht rechtzeitig Zugang zu den Daten der Europäischen Arzneimittelagentur“ gehabt.

Mit Verlaub, Herr Bundesamtsdirektor, das ist grotesk. Sie haben mehr als genug Zeit gehabt, allfällige Probleme zu lösen. Das ist Ihr Auftrag und Ihre Pflicht. Dass Sie – wie andere Versager – nun die Verantwortung abschieben und gar die EU beschwören wollen, ist ein Zeichen von Schwäche und für einen Amtsdirektor skandalös. Tun Sie endlich Ihre Pflicht!

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